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Mo.-Fr.: 8 - 12 Uhr

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Herr Torsten Ufer
Fon: 02261/903-41
Fax: 02261/309-30
Mobil: 0151/52241945

uferoberberg.drk.de
www.oberberg.drk.de

 

 

Rückkehrberatung

Im Mittelpunkt steht der Mensch

Für eine Rückkehr in Würde

Viele Menschen sind in den vergangenen Jahren nach Deutschland gekommen, aus den unterschiedlichsten Ländern und Regionen, geflüchtet vor Krieg, Terror, Armut, Hunger oder auch Perspektivlosigkeit. Jeder von ihnen hatte gute Gründe, berechtigte Gründe, seine Heimat zu verlassen. Und sicher ist es Niemandem leicht gefallen, alles was man hatte und kannte aufzugeben und zurückzulassen: seine Kultur, seine finanzielle Existenz, nicht zuletzt auch Freunde und Familien. Jeder dieser Menschen kam mit großen Hoffnungen zu uns: der Hoffnung, ein Leben in Sicherheit führen zu können, der Hoffnung, für seine Kinder eine Zukunft aufbauen zu können, der Hoffnung…dass nicht mehr erleben zu müssen, was man in der Heimat erlebt hat. Und nicht zu vergessen: etliche dieser Menschen haben große Gefahren auf sich genommen, um es bis zu uns zu schaffen.

Verschiedenste Gründe bringen nun mittlerweile etliche dieser Menschen dazu in ihre Heimat zurückzukehren oder zurückkehren zu wollen. Diese Gründe können sehr vielfältig sein: eine mittlerweile verbesserte Situation in der Heimat (im Idealfall), kranke Angehörige, um die man sich kümmern möchte, Enttäuschung darüber, dass das Leben in Deutschland doch den vorherigen (mitunter auch gezielt geschürten ) Vorstellungen und Erwartungen nicht entspricht, die Erkenntnis darüber, dass man das, was man als „Heimat“ hatte auch nur dort als Solche empfinden kann. Und natürlich auch die Erkenntnis, dass man die nach deutschem Recht anerkannten und gültigen Statuten für eine dauerhafte Anerkennung als Flüchtling und für ein dauerhaftes Bleiberecht nicht erfüllt.

Wir, als Rückkehrberater und Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes, maßen uns nicht an, die Gründe zu be-/oder gar zu verurteilen, die zum Verlassen der Heimat geführt haben, ebenso wenig wie wir Gründe für eine Entscheidung zur Ausreise be-/oder verurteilen !

Und selbstverständlich steht es uns nicht zu, die zu uns kommenden und um Unterstützung oder Hilfe bittenden Menschen zu be-/ oder zu verurteilen !´

Für uns sind alle Menschen, die an unsere Tür klopfen gleich im Wert, und dementsprechend behandeln wir auch alle Menschen gleich, ungeachtet ihrer Herkunft, Religion, Sprache, Hautfarbe oder sonstiger individueller Unterschiedlichkeiten !

Wir beraten Menschen, die aus ihrer Heimat geflüchtet sind, und

  • die aus unterschiedlichsten und persönlichen Gründen in ihre Heimat zurückkehren möchte
  • die eine Ablehnung ihres Asylantrags erhalten haben ( oder eine Solche erwarten ) und die Auflage haben, wieder in ihre Heimat zurückzukehren
  • die einer drohenden Abschiebung zuvorkommen möchten
  • die sich mit dem Gedanken befassen, in ihre Heimat zurückzukehren, sich aber darüber noch nicht sicher sind

Getreu unseren Grundsätzen sind wir dafür da, den Menschen, die sich an uns wenden bestmöglich zu helfen, mit allen Möglichkeiten und Mitteln, die uns dafür zur Verfügung stehen.Deshalb beraten wir, unabhängig davon, ob eine Ausreise tatsächlich stattfindet oder sich herausstellen sollte, dass es Alternativen zur Ausreise gibt immer ergebnisoffen!

 

Das heißt auch: wir beraten unabhängig vom politischen oder gesellschaftlichem Ansinnen und ohne jeglichen Druck auf die Entscheidung unserer Klienten!Auf Wunsch beraten wir in den Erstgesprächen gerne auch anonym, um die Sicherheit der Betroffenen zu gewährleisten und um Repressalien, die durch Dritte entstehen könnten im Falle einer Entscheidung zu vermeiden.Diskretion und Datenschutz hat bei uns oberste Priorität damit Persönlichkeitsrechte gewahrt bleiben!

Unsere Arbeit gliedert sich wie folgt:

  • Erörterung der individuellen Situation

    • Aus welchen Gründen ziehen Sie eine Rückkehr in Betracht?
    • Wurde ein Asylantrag gestellt?
    • Wie ist der aktuelle Stand des Asylverfahrens?
    • Gibt es bereits eine schriftliche Entscheidung des BAMF?
    • Wurde ein Widerspruchsverfahren eingeleitet?
    • Sind alle rechtlichen Möglichkeiten einer Alternativfindung zur Ausreise ausgeschöpft?
    • Erörterung der finanziellen Situation unserer Klienten.

  • Erörterung der Perspektiven im Falle des Enschlusses zur Rückkehr

    • Länderrecherche: wie ist die aktuelle Sitation im Heimatland/Drittstaat (auch bei Rückreise in ein Land gemäß Dublin III Abkommen)
    • Gibt es Angehörige, die die Ausreisenden im Heimatland unterstützen?
    • ist eine ggf. notwendige medizinische Versorgung nach der Rückkehr gewährleistet?
    • Erarbeitung einer tragfähigen beruflichen Perspektive nach einer Rückkehr ins Heimatland, Zusammenarbeit mit Menschenrechtsorganisationen, Wohlfahrtsverbänden, Hilfsorganisationen, staatlichen Einrichtungen vor Ort
    • Klärung von individuellen Fragen/Problemen
    • Erörterung von bürokratischen Hürden/Hindernissen und Erarbeitung pragmatischer Lösungen (Hierzu gehört auch die Organisation notwendiger Pässe/Passersatzpapiere/"laisses-fare", etc.)

  • Beantragung von finanziellen Unterstützungsleistungen

    (in Zusammenarbeit mit der Internationalen Organisation für Migration (IOM) gemäß REAG/GARP, ERIN, Starthilfe Plus, URA/URA2 und andere)

    • Beantragung der Übernahme der Reisekosten (Flugkosten, Benzinkosten, Bus- und Bahnkosten)
    • Antrag auf Gewährung einer Reisebeihilfe (bei positiver Entscheidung durch IOM, auch Auszahlung derselbigen bei Grenzübertritt)
    • ggf. Beantragung von Übernachtungs-/Hotelkosten bei Ankunft nachts
    • Konzeptentwicklung zum Existenzaufbau nach Rückkehr und
    • Beantragung von Existenzgründungsbeihilfe

  • Konkrete Planung der Rückreise

    • Organisation und Planung des Transfers zu internationalen Buslinien/Bahnlinien/Flughäfen
    • Organisation und Planung der Flüge ins Rückkehrland
    • Organisation der medizinischen Betreuung während der Reise
    • Aufklärung über die zulässige Reisegepäckmengen, zulässiges Handgepäck und Organisation des Transportes
    • Entgegennahme der Klienten bei Ankunft durch Ansprechpartner und Organisation vor Ort.